Brand S-Bahn im Bahnhof Unterföhring

Am 28.08.2016 wurde gegen 2 Uhr mit dem Einsatzstichwort “Brand S-Bahn” eine große Anzahl an Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdienst zum Unterföhringer Bahnhof alarmiert.
28.08.2016 01:49
Brand S-Bahn im Bahnhof Unterföhring

Genau dieses Szenario hatten wir Ende Januar 2016 in einer großangelegten Übung im Unterföhringer Tunnel geübt.

Nach kurzer Zeit trafen die ersten Kräfte der Feuerwehr Unterföhring am Bahnhof ein.

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Bei einer ersten Erkundung der Lage konnten zwei wichtige Informationen gesammelt werden:
1. Der S-Bahn-Zug stand im Bahnhof, was eine gute Erreichbarkeit bedeutete.
2. Alle Fahrgäste hatten den Zug bereits verlassen und waren außer Gefahr.

Die weitere, detailliertere Erkundung passierte durch einen Trupp unter Atemschutz, um keine Einsatzkräfte der Gefahr durch Atemgifte und Brandrauch auszusetzen.
Es zeigte sich schnell, dass nur der Führerstand des S-Bahnzuges von einer Rauchentwicklung betroffen war. Diese war aber bei unserer Ankunft nicht mehr sichtbar. Weiterhin waren keine Flammen zu sehen und die Kontrolle mit einer Wärmebildkamera, zeigte keine gefährlichen Wärmequellen.

Mit diesen Informationen konnte Entwarnung gegeben werden und die Vielzahl von Einsatzkräften, die sich noch auf dem Weg nach Unterföhring befand, abbestellt werden.

Gemeinsam mit der Feuerwehr Ismaning und dem Notfallmanagement der Deutschen Bahn wurde der Zug nochmal gründlich untersucht, bevor er ins S-Bahn Werk gefahren wurde. Auf diesem Weg wurde die S-Bahn von unserer Feuerwehr begleitet, um eine mögliche erneute Rauchentwicklung während der Fahrt sofort bekämpfen zu können.

Nachdem alle Kameraden wieder im Feuerwehrgerätehaus waren, konnte der Einsatz gegen 4 Uhr beendet werden.

Durch die Übung Ende Januar war das festgelegte Einsatzvorgehen für alle Einsatzkräfte präsent und der Einsatz konnte von Anfang an gut strukturiert abgearbeitet werden. Dieser Einsatz war ein Beweis dafür, dass Übungen notwendig und sinnvoll sind. Trotzdem wünschen wir uns, dass wir dieses Wissen nie bei einem größeren Unfall anwenden müssen.