Brennendes Motorrad auf der A99

Motorrad in Vollbrand rasch mit nur einem CAFS-Löscher abgelöscht

06.08.2015
07:39 – 08:47
Brennendes Motorrad

Am Donnerstag, den 6. August morgens um halb acht Uhr erreichte die Einsatzmeldung “Brand Motorrad auf A99” die Freiwillige Feuerwehr Unterföhring.

Als genaue Örtlichkeit wurde uns zunächst A99 Richtung Salzburg kurz vor der Ausfahrt Aschheim genannt. Bereits auf der Anfahrt wurde dann die Örtlichkeit von der Feuerwehreinsatzzentrale korrigiert auf A99 Richtung Salzburg kurz vor der Ausfahrt Kirchheim. Im morgendlichen dichten Berufsverkehr der A99 fanden dort  die ersten beiden Fahrzeuge ein Motorrad in Vollbrand. Die Unfallstelle wurde nach hinten mit dem Verkehrssicherungsanhänger abgesichert und zwei der vier Fahrspuren gesperrt. Gleichzeitig brachte der erste Angriffstrupp unter Atemschutz mit dem CAFS Löscher (CAFS = Compressed Air Foam System) den Brand schnell unter Kontrolle und löschte das Motorrad und den lichterloh brennenden Hinterreifen mit Schaum zügig und erfolgreich ab.

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Nachdem das Motorrad auf der Standspur abgestellt war, konnte die Brandstelle gesäubert und die Einsatzstelle anschließend der Polizei und der Autobahnmeisterei übergeben werden. Der Fahrer des Motorrads wurde zum Glück nur mittel verletzt.

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Kurz vor neun Uhr waren die vier Fahrzeuge der Freiwillige Feuerwehr Unterföhring mit den Einsatzkräften wieder zurück am Feuerwehrhaus.

 

Tipps zur Rettungsgasse:

So oft wir an dieser Stelle die Unterföhringer Bevölkerung loben können, die bei Einsätzen im Ortsgebiet so umsichtig handelt, so ernüchternd sind die Erfahrungen auf der Autobahn mit dem ‘Bilden einer Rettungsgasse’.

Wir erlauben uns daher dem Leser dieses Artikels ein paar Fach- und Hintergrundinformationen an die Hand zu geben, die er gerne bei Bedarf weitergeben kann.

Gesetzlich geregelt ist die Rettungsgasse in § 11 Abs. 2 StVO:
„Stockt der Verkehr auf Autobahnen und Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung, so müssen Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen in der Mitte der Richtungsfahrbahn, bei Fahrbahnen mit drei Fahrstreifen für eine Richtung zwischen dem linken und dem mittleren Fahrstreifen, eine freie Gasse bilden.“

Das heißt, es ist Pflicht den Rettungskräften mit Wegerecht im Stau Platz zu machen. Darüber hinaus muss die Rettungsgasse frei gehalten werden bis der Verkehr wieder rollt!

Das heißt auch: ist ein Rettungsfahrzeug vorbeigefahren, bitte nicht das mühsam gebildete “Rettungsgässchen” sogleich wieder schließen! Denn meist kommen nach den ersten Einsatzfahrzeugen noch weitere Feuerwehrfahrzeuge, und auch Krankenwagen, Polizei oder andere Rettungsdienste müssen noch an die Unfallstelle gelangen können.

Wer in Deutschland bei stockendem Verkehr die Rettungsgasse nicht vorschriftsmäßig bildet, begeht eine Ordnungswidrigkeit  und muss mit einer Geldbuße rechnen. Bei schwerwiegenden Behinderungen kann unter Umständen eine strafrechtliche Verfolgung hinzukommen.

Übrigens: Der Standstreifen ist als Zufahrt zu den Einsatzstellen nicht ausreichend, da er von anderen liegengebliebenen Fahrzeugen blockiert sein kann.

Bitte bedenken Sie:
Umso schneller wir am Einsatzort ankommen und umso ungehinderter wir die Störung beseitigen können, umso schneller kann die Einsatzstelle wieder frei gegeben werden und der Verkehr wieder ungehindert fließen!

Danke für die Berücksichtigung und aktive Verbreitung dieser wichtigen Information.

Und dies bitte auch bei der Fahrt in den Urlaub nicht vergessen, denn:
Eine Regelung zur Rettungsgasse gibt es in den meisten Europäischen Nachbarländern verpflichtend oder freiwillig in der ein oder anderen Gesetzesform – besonders Österreich verfolgt ignorante Verkehrsteilnehmer mit harter Strafe.

Allzeit gute Fahrt, einen störungsfreien und sicheren Sommerurlaub, sowie ein gesundes wieder nach Hause kommen wünscht Ihnen
die Freiwillige Feuerwehr Unterföhring.

Uschi Linke, Öffentlichkeitsarbeit