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Landkreisausbildung in Unterföhring

02.03.2019 
Landkreislehrgang für Träger von Chemikalienschutzanzügen (CSA)

Um für Gefahrgutunfälle bestens gerüstet zu sein, verfügt die Feuerwehr Unterföhring über spezielle Ausrüstung, wie beispielsweise Messgeräte und Materialien zum Auffangen und Umpumpen gefährlicher Stoffe. Die Bedienung dieser Ausrüstung in tatsächlichen Einsatzlagen erfordert aber auch einen besonderen Schutz der Einsatzkräfte. Atemschutz alleine ist hier oftmals nicht ausreichend: Vielmehr ist ein Komplettschutz der Floriansjünger mittels Chemikalienschutzanzug (CSA) erforderlich.

Vergangenen Samstag lernten Kameradinnen und Kameraden von den Freiwilligen Feuerwehren Haar, Ottobrunn und Unterföhring sowie von der Werkfeuerwehr Isar-Amper-Klinikum Haar den Umgang mit diesen speziellen Schutzanzügen. Nach einem Theorieteil wurden die künftigen Träger von CSA zunächst an die Spezialanzüge gewöhnt. Dies ist erforderlich, da die Einsatzkräfte neben einer hohen physischen Belastung (Gewicht der Ausrüstung, Temperatur im Anzug) auch eine enorme psychische Belastung (Einschränkung des Sichtfeldes, Kontakt nach Außen nur über Funkverbindung, Komplettabschluss von der Umgebung) erwartet.

Nach dieser Gewöhnungsübung und der danach erforderlichen Versorgung der Atemschutzgeräte (diese müssen unter dem CSA getragen werden) wurden im Lehrsaal erneut theoretische Elemente vermittelt. Im Anschluss daran wurde die Dekontamination erläutert und ein Not-Dekonplatz aufgebaut. Das Verhalten der Träger von CSA in einem Dekonplatz wurde beübt. Abgeschlossen wurde der Ausbildungstag mit einer realitätsnahen Einsatzübung. Es galt, eine nach einem Gefahrgutunfall verletzte Person zu betreuen, einen Gefahrstoffaustritt in einer Schmiergrube zu erkunden und die dort gewonnenen Erkenntnisse an die Einsatzleitung zu funken.

Die Feuerwehr Unterföhring gratuliert allen Lehrgangsteilnehmern zum Bestehen des Lehrgangs. Aus den Reihen der Feuerwehr Unterföhring werden Janis Geiger und Ines Raaf ab sofort in den Kreis der Träger von Chemikalienschutzanzügen aufgenommen.

Ein unvergesslicher Tag!

Es begann ganz klassisch. Mit dem Antreten.
Der Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Unterföhring.

Schon seit Generationen sitzen die Jugendlichen in der Feuerwehr auf heißen Kohlen, da es unmöglich erscheint die Jahre abzuwarten, bis man endlich mit auf die ersten Einsätze fahren darf. Um diese Zeit so kurz wie nur möglich zu halten, haben ebenfalls generationsübergreifend schon viele U18 den Wunsch geäußert, einen Tag wie bei der Berufsfeuerwehr (BF) erleben zu wollen.

Am Samstag, den 13.10.18 war es dann endlich soweit. Um 08:00 Uhr war das offizielle Antreten der Jugendfeuerwehr. Nach einem gemeinsamen Frühstück wurde das Nachtlager aus Feldbetten und Schlafsäcken im Schulungsraum aufgebaut. Weiter ging es an die Kontrolle der Fahrzeuge sowie der persönlichen Schutzausrüstung, damit im Falle eines Einsatzes auch alles und jeder gut gerüstet ist.

Und kaum war dies geschehen ging auch schon der erste Notruf ein.

Eine Ölspur am Poschinger Weiher. Vorbereitet durch fleißige Kameraden, aus Kakao und Wasser, welche dann von den Jugendlichen mit Hilfe von Ölbinder aufgesaugt und weggekehrt wurde.

Nach diesem ersten erfolgreichen Einsatz ging es wieder zurück in das Feuerwehrgerätehaus. Das nun primäre Zuhause für 24 Stunden.

Insgesamt wurden unsere Jugendlichen zu sechs Einsätzen alarmiert.

 

Es gab eine technische Hilfeleistung mit Hebekissen, um einen Eingeklemmten unter landwirtschaftlichem Gerät zu befreien:

 

Neben der Technischen Hilfeleistung wurden sie unter anderem auch zu einem Verkehrsunfall mit Personenschaden gerufen, zur medizinische Versorgung . Hier war ein Radfahrer mit einem Spaziergänger kollidiert. Das Ende vom Lied waren aufgeschlagene Knie und eine Kopfplatzwunde.

 

Später hieß es dann, einen Müllcontainer im Vollbrand abzulöschen:

 

Sowie nachts noch einen beeindruckenden Brand auf Übungsplatz:

 

Und die Aufgabe einer Brandmeldeanlage auf den Grund zu gehen, die aus unbekannten Gründen nachts um 03:00 Uhr im Sportzentrum ausgelöst hatte:

 

In der Zeit zwischen den Einsätzen, wurden viele Themen der Feuerwehr in Übungen erklärt und geübt, auch wurde zusammen gekocht und gegessen. Am Abend stand der gemeinsame Dienstsport auf dem Programm – und es wurde insgesamt sehr viel gelacht!

Am Morgen darauf stärken sich alle noch einmal mit einem leckeren Frühstück, bevor dann jeder mit anpackte und half, die Feuerwehr wieder in den normalen Betriebszustand zurück zu versetzen. Um 09:00 Uhr verließen dann acht Jugendliche mit strahlenden Gesichtern das Gerätehaus, dicht gefolgt von übermüdeten Ausbildern.

Abschließend kann man nur sagen, dass der Berufsfeuerwehrtag nicht nur den Jugendlichen Spaß bereitete, sondern generell allen Beteiligten.

Leider ist es nicht in jedem Jahrgang möglich so ein Projekt zu verwirklichen, da hier eine Vielzahl von Personen, Ideen, und vor allem Zeit gebraucht wird. Umso mehr freut es uns, dass wir unsere neue Jugendgruppe mit einem solchen BF Tag begeistern konnten.

Ein Besonderes Dank geht hierbei an:
Chris Bieling, Sebastian Blask, Florian Bosch mit Familie, Georg Denkinger, Markus Faller, Sebastian Fürst, Janis Geiger, Christian Hoffmann, Manuel Obermaier, Ines Raaf, Kathrin & Tobias Stoll, Kilian Wimmer, Stephan Zehetmaier, sowie dem Team des Sportzentrums Unterföhring – und vielen weiteren welche beigetragen haben die 24 Stunden zu einem großen Erfolg und unvergesslichen Erlebnis zu machen!

Bericht von Ines Raaf