Ereignisreicher Vormittag

Erst eine Schießerei am Unterföhringer S-Bahnhof, dann ein schwerer Verkehrsunfall auf der A99. Der 13. Juni war ein ereignisreicher Vormittag für die Unterföhringer Feuerwehr.

13.06.2017 09:18 Uhr
Ereignisreicher Vormittag

Schießerei am S-Bahnhof Unterföhring
Am 13. Juni 2017 vormittags kam es am S-Bahnhof Unterföhring zu einer Schießerei mit vier Schwerverletzten. Zahlreiche Kräfte der Landes- und Bundespolizei, des SEK sowie des Rettungsdienstes waren an der Einsatzstelle gefordert. Durch das Großaufgebot an Einsatzkräften und der weiträumigen Absperrung um den S-Bahnhof waren unter anderem die Bahnhofstraße ab der Föhringer Allee und die Überfahrt Am Bahnhof in die Medienallee gesperrt bzw. durch Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst blockiert.

In Abstimmung mit der Feuerwehreinsatzzentrale des Landkreises München entschied sich der Einsatzleiter der Feuerwehr Unterföhring eine Wachbesetzung zu stellen: Einerseits sollte bei Bedarf eine rasche Unterstützung der am Bahnhof Unterföhring eingesetzten Einsatzkräfte mit Feuerwehrleuten und Material gewährleistet werden und andererseits galt es, die aufgrund der Sperren verlängerte Anfahrtszeit in das Gebiet östlich der S-Bahn-Linie zu kompensieren. In der Spitze sicherten bis zu 25 Unterföhringer Floriansjünger so ihre Heimatgemeinde.

Schwerer Verkehrsunfall auf der A99
Wie wichtig die Entscheidung einer Wachbesetzung war, zeigte sich nur 30 Minuten später. Ein Verkehrsunfall auf der A99 in Fahrtrichtung Salzburg mit vier beteiligten Fahrzeugen erforderte den Einsatz der Feuerwehr und des First Responder. Nicht wie üblich über die Bahnhofstraße und die Medienallee, sondern über die Münchner Straße und die Aschheimer Straße führte diesmal der Weg der Einsatzkräfte auf die Autobahn in Richtung Süden.

Dort angekommen bot sich folgendes Bild: Auf der rechten und mittleren Spur waren drei Fahrzeuge ineinander verkeilt, darunter ein Geldtransporter. Ein weiteres Unfallfahrzeug kam etwa 150 Meter davon entfernt auf dem Pannenstreifen zum Stehen. Bei dem Unfall wurden vier Menschen verletzt, darunter ein Kind. Zur schonenden Rettung des mittelschwer verletzten Kindes aus dem Fond eines Kleinwagens wurde die hintere rechte Tür mit hydraulischem Rettungsgerät geöffnet und anschließend komplett entfernt.

Der Verkehr konnte einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt werden. Zur Landung eines Rettungshubschraubers und für die Befreiung des Kindes musste die Autobahn jedoch kurzzeitig komplett gesperrt werden, was zu einem Rückstau von mehr als sieben Kilometern führte. Wir bedanken uns ausdrücklich für die Geduld der Verkehrsteilnehmer und auch für die vorbildliche Bildung der Rettungsgasse.

Der Einsatz auf der Autobahn konnte um 11:16 Uhr beendet werden, die Wachbereitschaft wurde um 11:45 Uhr nach Rücksprache mit der Polizei-Einsatzleitung aufgelöst. Eine freie Durchfahrt auch mit großen Einsatzfahrzeugen war im Bereich des S-Bahnhofs Unterföhring zu diesem Zeitpunkt wieder gewährleistet.

Wir wünschen allen Verletzten eine rasche Genesung. Die Schießerei in unserer Heimatgemeinde macht uns sprachlos. Unsere Gedanken sind besonders bei der immer noch in Lebensgefahr schwebenden Polizistin von der Polizeiinspektion Ismaning.