Heiße Übung

Verpuffung in einem Wohnhaus nach Bauarbeiten, eine Person im Gebäude vermisst, mehrere Personen durch massive Rauchentwicklung eingeschlossen – dieses Übungsszenario galt es in der 1. Septemberübung zu bewältigen.

 

Der Löschzug trifft an der Einsatzstelle ein. Als nächstes folgt die Erkundung der Lage durch den Gruppenführer/Einsatzleiter..

Als die Unterföhringer Floriansjünger mit dem Löschzug am Übungsobjekt eintrafen, drang bereits dichter schwarzer Rauch aus einem Kellerraum. Im 1. Obergeschoss riefen vom Rauch eingeschlossene Jugendliche lauthals um Hilfe. Die Erkundung des Einsatzleiters wurde durch eine weitere Verpuffung im Keller erschwert. Dennoch konnte sich der Einsatzleiter und Zugführer einen raschen Überblick verschaffen und teilte die Übungsstelle in zwei Abschnitte ein: Den ersten Abschnitt bildete die Menschenrettung über Steckleitern aus dem verrauchten, aber nicht vom Feuer betroffenen Gebäudeteil. Die Brandbekämpfung und Menschenrettung (ein Handwerker wurde vermisst) aus dem Kellerraum wurde im zweiten Abschnitt gebündelt.

Dichter schwarzer Rauch schlägt den Einsatzkräften aus dem Keller entgegen – dank realistischer Lagedarstellung.

In beiden Abschnitten wurde im Gebäude unter Atemschutz ruhig und routiniert gearbeitet. Die eingeschlossenen Jugendlichen wurden mittels Rettungsknoten gesichert und über die Steckleiter aus dem Gebäude geführt. Im Keller wurde unter Vornahme eines C-Rohres nach dem vermissten Handwerker sowie dem Brandherd gesucht. Die 80-Kilogram schwere Übungspuppe wurde relativ rasch gefunden und vor dem Gebäude dem dort wartenden First Responder-Team übergeben. Bereits nach 25 Minuten konnte Feuer aus gemeldet werden.

Ein Atemschutztrupp geht über eine Steckleiter zu den vom Rauch eingeschlossenen Jugendlichen vor.

Anschließend fand eine Durchsuchung des Gebäudes nach weiteren Personen, die Ventilation aller verrauchten Räume und das Verschalen einer geborstenen Scheibe statt.

Fazit: Nach bereits 25 Minuten war das Feuer lokalisiert und erfolgreich bekämpft worden. Alle Jugendlichen sowie der Vermisste Handwerker wurden zügig aus den Gefahrenzonen gerettet und alle betroffenen Gebäudeteile ventiliert und vom Rauch befreit werden.

ca. 2 Stunden nach Übungsbeginn konnten dann die Floriansjünger aus Unterföhring ins Gerätehaus einrücken.

Einen herzlichen Dank an die Übungsleiter Florian Klietsch und Kilian Wimmer für die Organisation und Planung sowie Martin Klietsch welcher für eine realistische Lagedarstellung sorgte – und natürlich auch an unsere Mimen!