Hintergründe zur geplanten Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses

Neben dem dringenden erhöhten Platzbedarf gibt es wichtige bauliche Gegebenheiten die durch den Erweiterungsbau deutlich verbessert werden.

März 2016
Gemeinderat beschließt einen Ausbau samt Tiefgarage für das Feuerwehrgerätehaus

In mehreren Veröffentlichungen wurde inzwischen über die geplante Erweiterung des aktuellen Feuerwehrgerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Unterföhring an der Florianstraße 5 berichtet. Hier noch einmal für alle Interessierten oder künftige Medien die genauen Hintergründe zur dringend anstehenden Erweiterung:

  • 1979 wurde das bestehende Feuerwehrgerätehaus an der St.-Florian-Straße eingeweiht und der Standort on der Münchner Straße dorthin verlagert.
  • Zwischen 1993 und 1995 wurde das Gerätehaus nochmal umgebaut und um zwei Tore in den jetzigen Zustand erweitert.
  • Seit 1995 fanden zwar Instandhaltungsarbeiten im Gebäude statt, aber keine Erweiterung der bestehenden Fläche an sich – obwohl Unterföhring seit 1995 sowohl im Ort, wie auch im Gewerbegebiet erheblich gewachsen ist und auch der Fuhrpark entsprechend erweitert wurde.

Aktuell gibt es nur 6 Tore für Fahrzeuge, 1 Waschhalle sowie 1 zusätzliche freistehende einzelne Garage auf dem gegenüberliegenden Parkplatz  für insgesamt 9 Fahrzeuge (das Boot und die Anhänger nicht mitgerechnet). Das heißt, dass aktuell zwei Einsatzfahrzeuge hintereinander geparkt werden, obwohl die Waschhalle ebenfalls als Stellplatz genutzt wird, was grundsätzlich nicht angedacht ist.

Eine Aufstockung des Fuhrparks mit zusätzlichen Fahrzeugen ist momentan weder geplant noch notwendig. Jedoch ist der heutige große Besprechungsraum zu klein für die derzeitige Anzahl von aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Unterföhring; es stehen zu wenig Büroräume für die weiter steigende Verwaltungsarbeit zur Verfügung; und in der Fahrzeughalle ist jede Wand bis zum letztmöglichen Winkel mit Spinden für die Einsatzkleidung der Kameradinnen und Kameraden umbaut. Damit die Feuerwehr hier personell in den kommenden Jahren wachsen kann, sind Umkleideräume für die Einsatzkräfte geplant.

Und neben dem dringenden höheren Platzbedarf gibt es wichtige bauliche Gegebenheiten die durch den Erweiterungsbau deutlich verbessert werden:
  • erhebliche Reduzierung der Gefährdung für Fußgänger, besonders für die Schulkinder, durch einen sicheren Fuß- und Radweg, der nicht mehr von Fahrzeugen, die zum Einsatz fahren, gekreuzt werden muss
  • erhöhter Schutz für die Bürger Unterföhrings durch kurze Einsatzzeiten bei mehr Bewegungsfreiheit
  • höhere Sicherheit für die Einsatzkräfte durch den Bau einer Tiefgarage, damit ein Kreuzen des Hofes vor den ausfahrenden Einsatzfahrzeugen nicht mehr erforderlich ist.
Ende März beschloss der Gemeinderat nun einen Ausbau samt Tiefgarage für das Feuerwehrgerätehaus.

Favorit der drei möglichen Varianten ist die sogenannte „Variante L-Form“. Hierbei wird südlich an das bestehende Gebäude eine Erweiterung in spiegelverkehrter L-Form so angebaut, dass ein möglichst großer Innenhof entsteht. Das ist wichtig, da die Ausfahrten für die Fahrzeuge über Eck liegen und somit ein sicheres Rangieren mit den großen Einsatzfahrzeugen gegeben ist. Die neue Fahrzeughalle soll die bis dato vorhandenen sechs Stellplätze für Einsatzfahrzeuge auf zehn aufstocken. Außerdem wird, neben der Tiefgarage mit rund 50 PKW-Parkplätzen, Umkleiden und Sanitärbereich, ein zweiter Schulungsraum, ein Geräteraum, eine Werkstatt, Büros und große Wohnflächen entstehen. Mit der Variante L-Form könnte das Gebäude von gegenwärtig 2.300 qm Grundfläche auf rund 5.000 qm erweitert werden.

Der Standort mitten im Ort gewährleistet Sicherheit und Schutz für alle Bürgerinnen und Bürger Unterföhrings gleichermaßen in alle Richtungen. Da es im Ortskern keine alternativen geeigneten und verfügbaren Baugrundstücke gibt, ist die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses am jetzigen Standort in der Florianstraße 5 die beste Lösung.

Ein herzliches Dankeschön an den Gemeinderat, der sich über die Notwendigkeit der Erweiterung einig war und sich mit einer deutlichen Mehrheit für den Standort mitten im Ort aussprach.