Schwerer Verkehrsunfall mit vier Verletzten

Fehlende Rettungsgasse im Baustellenbereich kostet wertvolle Minuten
20.06.2018 10:59 Uhr
PKW zwischen LKW, A99 Fahrtrichtung Salzburg

Um 10:59 Uhr wurden zeitgleich die Feuerwehren Aschheim, Heimstetten, Ismaning und Unterföhring und die Kreisbrandinspektion des Landkreises München sowie die Berufsfeuerwehr München auf die A99 Fahrtrichtung Salzburg alarmiert. Dort soll ein PKW zwischen zwei LKWs zusammengeschoben worden sein und die Insassen des PKW sich nicht mehr selbst aus dem Wrack befreien können.

Aufgrund einer nicht vorhandenen Rettungsgasse im Baustellenbereich trafen die ersten Einsatzkräfte leider verspätet am Unfallort ein.

Vor Ort bestätigte die Feuerwehr Aschheim, welche als erstes am Einsatzort eintraf, weil sie zusätzlich in Gegenrichtung alarmiert wurde, das Meldebild. Ein PKW war von einem LKW unter den Anhänger des voranfahrenden LKWs geschoben und zur Unkenntlichkeit deformiert worden. Zwei Insassen konnten sich trotz schwerer Verletzungen noch selbst aus dem Auto retten. Zwei weitere Personen waren eingeklemmt.

Aus diesem Wrack konnten sich zwei Insassen selber befreien.
Vom ursprünglichen Auto ist durch die Wucht des Aufpralls nichts mehr zu erkennen.

Die Feuerwehren Aschheim und Ismaning kümmerten sich sofort um die technische Befreiung der im Auto verbliebenen Personen, welche sich aufgrund des vollkommen zerstörten Autos jedoch als kompliziert herausstellte. Die Kameraden der Unterföhringer Feuerwehr unterstützten währenddessen den Rettungsdienst bei der Betreuung und Transport der Patienten, stellte den Brandschutz sicher und beseitigte auslaufende Betriebsstoffe. Die Verletzten wurden durch die Besatzungen von 4 Rettungswägen, 3 Rettungshubschraubern und insgesamt 4 Notärzten vor Ort suffizient behandelt.

Aufgrund der Schwere der Verletzungen der PKW – Insassen wurden drei von ihnen mit Rettungshubschraubern in die umliegenden Krankenhäuser geflogen. Die LKW – Fahrer, blieben bis auf einen Schock, unverletzt.

Der Rettungshubschrauber Christoph München bereitet alles für den Abflug vor.

Die Staatsanwaltschaft beauftragte einen Gutachter den Hergang des Unfalls zu rekonstruieren. Die Autobahnmeisterei Hohenbrunn unterstütze die Einsatzkräfte bei der Absicherung und Reinigung der Fahrbahn.

Während der gesamten Rettungs- und Bergungsarbeiten war die A99 in Richtung Salzburg komplett gesperrt. Es bildeten sich kilometerlange Staus.

Insgesamt waren ca. 70 Feuerwehreinsatzkräfte des Landkreises München vor Ort an der Einsatzstelle.

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr übergaben schließlich nach zwei einhalb Stunden die Einsatzstelle der Autobahnmeisterei und machten sich auf den Heimweg. Dort mussten dann alle Fahrzeuge wieder einsatzklar gemacht werden bevor die Kameraden nach Hause bzw. zurück in die Arbeit entlassen werden konnten.