Tunnelübung Ismaning

“Person unter Zug” – zum Glück nur eine Übung

30.03.2018 0:00 Uhr
Übung: Person unter Zug, S-Bahn-Tunnel Ismaning

In der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag versammelten sich 33 Unterföhringer Einsatzkräfte im Feuerwehrgerätehaus für eine Tunnelübung im benachbarten Ismaning.

Nach einer kurzen Wiederholung von Gefahrenpotenzialen einer S-Bahn und die Feuerwehr-relevantesten Informationen hieß es fertig machen und zum ausgemachten Abrufplatz an der Agrob fahren.

Um 01:17 Uhr ging dann der Alarm ein. Eine S-Bahn soll angeblich bei der Einfahrt in den Tunnel Ismaning eine Person erfasst haben. Während die Ismaninger Einsatzkräfte den Bahnhof anfuhren wurden die Unterföhringer Kräfte, nach vorliegendem Alarmplan, an das südliche Tunnelportal beordert.

Dort angekommen, wurden bereits mehrere Hilferufe von den erkundenden Einsatzkräften wahrgenommen. Während sich ein Teil der Unterföhringer Kameraden um die Suche und Versorgung der Verletzten kümmerte, brachten eine weitere Einsatztruppe Material zur Bergung und Befreiung einer, womöglich unter der S-Bahn befindlichen Person, vor.

Unterföhringer Kameraden tragen Material zur Bergung einer unter der S-Bahn vermuteten Person in den Tunnel vor.

Beim Eintreffen an der S-Bahn stellte sich zum Glück heraus, dass nur noch ein Fahrrad unter der S-Bahn eingeklemmt war, sich aber keine Personen unter dieser befanden.

Aufgrund der eingeleiteten Notbremsung verletzten sich jedoch (laut Übungsszenario) etwa 60 im Zug befindlichen Fahrgäste, welche nun von den Kameraden aus Unterföhring und Ismaning nach Schwere und Art der Verletzung gesichtet, erstversorgt und anschließend aus der S-Bahn gerettet wurden.

Erstversorgung eines verletzten Fahrgastes durch die Einsatzkräfte.

Um 02:45 Uhr hieß es dann leider bereits Übungsabbruch. Der Tunnel wurde von allen Teilnehmern und Gerätschaften geräumt, um pünktlich für den Bahnverkehr wieder freigegeben zu werden. Anschließend wurde die Übung im Gerätehaus Ismaning bei einer gemütlichen Brotzeit kurz reflektiert und sich bei den Teilnehmern bedankt.

Wir bedanken uns bei der Freiwilligen Feuerwehr Ismaning für die Planung der Übung, die Praxiserfahrung, sowie allen freiwilligen Opfer-Schauspielern, welche den Einsatzkräften ein möglichst realistisches Übungsszenario boten!