Gründungsgeschichte Jugendfeuerwehr

Am 01.01.1989 wurde in Unterföhring die Jugendfeuerwehr gegründet. Unter Leitung des Jugendwartes Peter Kottmüller und seinem Stellvertreter Willi Konter fanden sich schnell einige Jugendliche, die an der Feuerwehr-Ausbildung teilnehmen wollten.

Dass den meisten Jugendlichen nicht nur die Ausbildung großen Spaß gemacht hat, sondern sie auch die Kameradschaft in der Feuerwehr sehr schätzen, zeigt sich dadurch, dass 17 Jahre später aus dieser ehemaligen Jugendgruppe noch fast alle dabei sind. Einige gehören inzwischen sogar der Führungsriege an. Im Laufe der Jahre folgten weitere Jugendwarte und Stellvertreter, die sich um die Ausbildung kümmerten. Die Nachwuchsgewinnung und -förderung ist unerlässlich für jede aktive Feuerwehr. An dieser Stelle sei allen ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement und ihre Arbeit zum Wohle der Jugend-Feuerwehr gedankt. Ein ganz besonderes Dankeschön an Peter Kottmüller, Erwin Haib, Willi Konter und Michael Ilmberger.

Mit finanzieller Unterstützung von Seiten der Kommandanten und des Vereins wurden ein Schulungsraum für die Jugendfeuerwehr und ein Jugendraum eingerichtet. Ihren Jugendraum haben sich unsere Jugendlichen selbst eingerichtet und ihren Vorstellungen entsprechend gestaltet.

Im Alter von 14 Jahren werden Jungen und Mädchen in unsere Jugendfeuerwehr aufgenommen. In den ersten beiden Jahren ihrer Ausbildung werden sie langsam an die Gerätschaften und Grundtätigkeiten herangeführt und so für den Feuerwehrdienst vorbereitet. Anschließend schulen wir die Jugendlichen für die Truppenmannausbildung.

Neben der Ausbildung nehmen aber auch Kameradschaft und gemeinsame Aktivitäten eine wichtige Rolle ein. Ein ganz besonderes Erlebnis für unsere Jugendlichen ist der alljährliche Wochenendausflug zu „unserer“ Hütte bei Erl in Tirol. Bei diesem Ausflug werden wir immer finanziell von unserem Verein unterstützt. Weitere Unternehmungen sind Ausflüge zur BF, Flughafenfeuerwehr, 24-Stunden Feuerwehr, Besuch bei benachbarten Feuerwehren, Besuch der Feuerwehreinsatzzentrale und die integrierte Leitstelle, LAN-Partys, Schwimmbadbesuche, Grillabende oder einfach ein gemütliches Beisammensein im Jugendraum. Der Öffentlichkeit stellt sich unsere Jugendfeuerwehr einmal im Jahr beim „Tag der offenen Tür“ vor. Es wird ein Kurzfilm vorgeführt, der die Absetzung eines Notrufes zeigt sowie die Alarmierung und das Ausrücken der Kameraden erklärt. Außerdem beaufsichtigen die Jugendlichen die Spitzwand in Eigenregie. Weitere gemeinsame Unternehmungen fördern nicht nur die Kameradschaft unter den Jugendlichen, sondern machen allen viel Spaß. Beispielsweise beteiligten wir uns im Juli 2000 am 1. Bezirksjugendfeuerwehrzeltlager von Oberbayern in Hepberg (Landkreis Eichstätt). Neben den angebotenen Aktivitäten, wie abendliches Lagerfeuer, Fußballturnier, Gaudi-Rallye, Fahrzeugschau und Jugendabend mit Live-Bands, standen der Kontakt und der Erfahrungsaustausch zwischen den Jugendfeuerwehren im Vordergrund. Leider war aus unserem Landkreis neben uns nur die Jugendfeuerwehr aus Garching bei diesem gut organisierten Zeltlager vertreten. Mit den Jugendlichen aus Garching bauten wir jedoch ein besonders gutes Verhältnis auf und hatten gemeinsam viel Spaß beim Zelten. Außerdem waren wir 2002 auf dem Straßenfest in der Feringastraße mit der Spritzwand für die kleinen Gäste und einer Fußballwand für die größeren Besucher vertreten. Als Dank für unsere Beteiligung am Straßenfest erhielten wir von den ortsansässigen Firmen und Geschäfte eine Spende. Damit konnten sich die Jugendlichen einen großen Wunsch erfüllen: einen Billardtisch für die Jugendfeuerwehr. Das Engagement der Jugendfeuerwehr fand im Jahre 2004 eine besondere Würdigung. Als Belohnung für ihren Eifer und ihre Bemühungen, die unter anderem bei der Jugendleistungsprüfung zu Tage kamen, erhielt die Jugendfeuerwehr im Rahmen der Jahreshauptversammlung 2004 vom 1. Bürgermeister, Franz Schwarz, einen Jugendfeuerwehrwimpel. Besonderes Lob gab es für die außerordentlich häufige Teilnahme an den Jugendübungen und an den Monatsübungen. Ein Jugendlicher nahm sogar an allen Monats- und Zusatzübungen des gesamten Jahres 2003 teil.

Ein fester Bestandteil der Ausbildung ist der Jugendwissenstest. Wie jedes Jahr werden wir auch 2006 daran teilnehmen. Erstmalig möchten wir uns dieses Jahr auch an die Jugendflamme, Stufe 1, wagen. Die nächsten Jahre werden auch wieder die Jugendleistungsprüfung und die Truppmannausbildung anstehen. Nächstes Jahr plant die Katholische Pfarrjugend einen „Tag der Jugend“. Bei dieser Veranstaltung wird sich auch die Jugendfeuerwehr präsentieren.

Einer für alle – alle für einen.